Archiv für Januar 2009

Der kleine (Bedeutungs-)unterschied

Freitag, 23. Januar 2009

Modischer Umhängebeutel oder Leichensack? Das „Bodybag“ ist nur ein Beispiel für einen Scheinanglizismus — ein Lehnwort, das im Englischen keine oder eine abweichende Bedeutung hat. Als kleinen Ratgeber habe ich deshalb eine Übersicht der Scheinanglizismen angelegt, die ich im Laufe der Zeit noch ausbauen will.

Vom Hintern des Interessenten

Freitag, 23. Januar 2009

Wie weise ich einen englischsprachigen Kollegen korrekt auf die Rückseite eines Infoblatts hin? Die maximal peinliche Variante muß wohl das von meinen Freund und Exkollegen Kai überlieferte „Please see the backside of the prospect“ sein.

Hier haben sich gleich zwei false friends getroffen: Der Prospekt ist auf Englisch der „flyer“ oder meinetwegen auch ein „info sheet“. Ein „prospect“ hingegen ist ein Interessent oder die Aussicht auf etwas. Das wörtlich übersetzte „backside“ ist im allgemeinen eine mäßig höfliche Umschreibung für das Gesäß. Korrekt wäre „the reverse side“ oder „overleaf“.

Tankstellen auf der Flucht

Dienstag, 13. Januar 2009

Dieses Kleinod habe ich von meinem letzten Italien-Urlaub mitgebracht. Da meine Italienisch-Kenntnisse nur sehr beschränkt sind, konnte ich nicht in Erfahrung bringen, was der Slogan eigentlich bedeuten soll – ich vermute mal, daß statt „on the run“ –  was „auf der Flucht“ bedeutet – „to go“, also „zum Mitnehmen“ gemeint war.

Gesichtet an mehrerem Autobahnen in der Toscana

Gesichtet an mehrerem Autobahnen in der Toscana

Das bestätigt wieder einmal mein Vorurteil, daß Werbetexter einem Slogan zuliebe auch schon mal den Sinn opfern – zumal die Zielgruppe oft auch nur eine rudimentäre Idee von der tatsächlichen Aussage hat.

So wurde z.B. laut einer Umfrage von Endmark International Namefinding der Slogan „Come In And Find Out“ der Parfümerie Douglas von den Kunden auch schon mal als „Kommen Sie rein und finden Sie wieder raus“  gedeutet(Quelle: Stern Online).